Die reine LeereSchlagwort: Tagebuch

Schlagwort: Tagebuch

Krank

Nach zwei­ein­halb Jah­ren, in denen ich irgend­wann dach­te, zu den Glück­li­chen zu gehö­ren, hat es mich ver­gan­ge­ne Woche doch erwischt: Aus einer ver­meint­lich harm­lo­sen Erkäl­tung am Mor­gen wur­de schon mit­tags eine veri­ta­ble Infek­ti­on samt zwei Stri­chen auf dem Test.…

Beschleu­ni­gung

Mein Schul­lei­ter hat mir heu­te mit­ge­teilt, dass ein Mit­be­wer­ber sei­ne Bewer­bung zurück­ge­zo­gen hat. Ver­ab­schie­de­te sich auch noch der letz­te aus dem Ren­nen, bevor es über­haupt gestar­tet ist, blie­be mein Schul­lei­ter als ein­zi­ger Bewer­ber zurück und bekä­me die Stel­le damit fast auf dem Sil­ber­ta­blett.…

05.05.2023 – Wärme

Drau­ßen ist es unver­än­dert kalt, zumin­dest mor­gens, dafür son­nig.
Aber manch­mal kommt die Wär­me über­ra­schend ganz woan­ders her.

Seit einem Jahr begeg­ne ich fast täg­lich mor­gens beim Pen­deln einer mir ent­ge­gen radeln­den Frau; die ers­ten Mona­te habe ich ver­sucht, zu grü­ßen und ihr ein „Moin” oder auch nur ein Nicken zu ent­lo­cken, dann habe ich auf­ge­ge­ben, mir mei­ne doch eher unfreund­li­chen Gedan­ken gemacht und irgend­wann nicht ein­mal mehr vom Len­ker auf­ge­blickt, wenn wir uns begegneten.…

30.04.2023 – auf und ab

Mon­tag und Diens­tag waren Eltern­sprech­ta­ge, zwei Tage, die mich immer schaf­fen.
Ob wohl ich – abge­se­hen von den fünf Sekun­den, in denen ein Vater bemän­gelt hat, dass er ger­ne täg­lich infor­miert wür­de, wenn Haus­auf­ga­ben feh­len – nur net­te Gesprä­che hat­te, in denen selbst über ein­ge­schränk­tes Arbeits- oder Sozi­al­ver­hal­ten des einen oder ande­ren Schü­lers Einig­keit herrsch­te, war am Ende des Tage kei­ne Kraft mehr übrig – für nichts und niemanden.…

25.04.2023 – uff

An man­chen Tagen ist die­ser sonst ja recht fami­li­en­freund­li­che Leh­rer­be­ruf nichts für die Fami­lie.
Ges­tern und heu­te waren Eltern­sprech­ta­ge und nach rund 20 Gesprä­chen mit 20 ver­schie­de­nen Erwach­se­nen über 20 ver­schie­de­ne Kin­der habe ich abso­lut kei­ne Wor­te mehr übrig und will nie­man­den mehr spre­chen – auch nicht Frau und Kind.…

15.04.2023 – schrei­ben und lesen

Wäh­rend ich hier noch damit beschäf­tigt bin, mich im neu­en Blog-Lay­out häus­lich ein­zu­rich­ten und neben­bei dar­über sin­nie­re, was ich mit der neu­en Frei­heit, wie­der schrei­ben zu kön­nen, wie ich mag, anfan­gen könn­te, fällt mir ein Gedicht Mascha Kalé­kos in die Hände:

Wie Janus zeigt zuwei­len mein Gedicht
Sei­nes Ver­fas­sers dop­pel­tes Gesicht:
Die eine Hälf­te des Gedichts ist lyrisch,
Die ande­re hin­ge­gen, fast sati­risch.