Die reine LeereAm WegesrandLek­tü­re: „Popu­lis­mus für Anfän­ger“ von Wal­ter Ötsch und Nina Horaczek

Lek­tü­re: „Popu­lis­mus für Anfän­ger“ von Wal­ter Ötsch und Nina Horaczek

Wal­ter Ötsch beschäf­tigt sich im deutsch­spra­chi­gen Raum schon län­ger mit rech­ten Dem­ago­gen, näm­lich seit den Erfol­gen Jörg Hai­ders in Öster­reich. Er und sei­ne Co-Autorin Nina Horac­zek kön­nen wohl als Exper­ten für Rechts­po­pu­lis­mus und Rechts­extre­mis­mus gelten.

Dies ist auch die ein­zi­ge Schwä­che des Buchs, dem man viel­leicht den Vor­wurf machen kann, auf dem lin­ken Auge ein wenig blind zu sein.

Ansons­ten wer­den hier auf gut les­ba­re Wei­se die Instru­men­te und Stra­te­gien rech­ter Popu­lis­ten erklärt und ent­schlüs­selt. Dabei wäh­len die Autoren einen inter­es­san­ten Ansatz: Das Buch ist – wie sein Unter­ti­tel “Anlei­tung zur Volks­ver­füh­rung” ver­rät – als Rat­ge­ber für ange­hen­de Popu­lis­ten kon­zi­piert und muss vom Leser “über­setzt” wer­den. Erstaun­li­cher­wei­se macht gera­de die­se Vor­ge­hens­wei­se vie­les ver­ständ­li­cher und ermög­licht den Autoren kla­re Worte.

Im letz­ten Kapi­tel “Wider­ste­hen Sie den Dem­ago­gen” gibt es dann kon­kre­te Hand­rei­chun­gen zum Umgang mit den ver­schie­de­nen Mus­tern der Dem­ago­gie, um den nun ver­stan­de­nen Stra­te­gien der Rechts­po­pu­lis­ten von Geert Wil­ders über Mari­ne Le Pen bis zu Ali­ce Wei­del nicht län­ger hilf­los gegen­über zu stehen.

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