Die reine LeereTagwerk#Als­Schul­lei­ter­durch­sJahr – KW 18

#Als­Schul­lei­ter­durch­sJahr – KW 18

Mon­tag
Ein Tag zum Umtau­schen …
Müde und etwas unmo­ti­viert erlaub­te ich mir, eine Vier­tel­stun­de spä­ter als üblich in der Schu­le anzu­kom­men, und traf dort auf einen generv­ten Haus­meis­ter und die Poli­zei.
Irgend­wel­che Chao­ten waren am Wochen­en­de durch eine Schei­be der Mäd­chen­toi­let­te ins Schul­ge­bäu­de ein­ge­bro­chen, um dann im Kel­ler (!) unter einem umge­dreh­ten Papier­korb (!) einen Sil­ves­ter-Böl­ler (!) zu zün­den. Wes Geis­tes Kind kommt denn auf sowas?
Danach sind sie auf wel­chem Wege auch immer wie­der ent­schwun­den, ohne irgend­wel­chen wei­te­ren Scha­den anzu­rich­ten. Immerhin.

Mon­ta­ge, die so chao­tisch und ohne einen ers­ten Kaf­fee anfan­gen, wer­den meist nicht bes­ser, so war’s auch heu­te. Merk­wür­di­ge Gesprä­che und Tele­fo­na­te füll­ten den Vor­mit­tag; aus 22 To-dos wur­den mit viel gutem Wil­len und etwas Schum­me­lei 18, aber doll war das alles nicht.

Ein High­light gab es aber den­noch: Die gewünsch­te Bewer­be­rin auf die Schul­stel­le blieb die ein­zi­ge Bewer­be­rin, sodass das Ein­stel­lungs­ver­fah­ren recht fix gehen wird.

Diens­tag
Heu­te ging es in den Wald.
An die­sem Tag pflanz­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des 5. und 8. Jahr­gangs über 2.000 Bäu­me in unse­rem neu­en Schul­wald – für das eigent­li­che Pro­jekt erst der Anfang, für mich seit Beginn der Vor­be­rei­tun­gen im Novem­ber vor­erst ein End­punkt. Ins­ge­samt ein wirk­lich schö­ner Tag bei bes­tem Wetter.

Mitt­woch
Heu­te war die letz­te Klas­sen­stun­de Deutsch mit der 10a vor der Abschluss­ar­beit und mei­ne letz­te Gele­gen­heit, mit ihnen noch ein­mal die indi­rek­te Rede zu üben. Mal sehen, ob’s hilft.

Anschlie­ßend Schreib­kram bis zum Besuch des Wahl­pflicht­kur­ses Sport Jahr­gang 8, der sich in den letz­ten Wochen mehr mit Argu­men­ta­ti­on („War­um müs­sen wir … ?”, „Kön­nen wir nicht … ?”, „Wes­halb immer … ?”) als mit Sport beschäf­tigt hat.
Was mich nicht wun­dert, immer­hin hat­te bes­ten­falls die Hälf­te Sport­zeug dabei.

Für eine über­ra­schen­de Unter­bre­chung des Tages sorg­te ein Fehl­alarm, den zwei Schü­ler aus­lös­ten, die bei einer Ran­ge­lei ver­se­hent­lich einen Feu­er­mel­der beschä­dig­ten. Obwohl alle glaub­ten, ich woll­te es nach der letz­ten Brand­schutz­übung noch ein­mal wis­sen, stan­den nach nur einer Minu­te alle Klas­sen an den rich­ti­gen Sam­mel­plät­zen. Zum Bedau­ern der Schü­ler ging dann aber der Unter­richt gleich weiter.

Nach­mit­tags eine Ord­nungs­maß­nah­men-Kon­fe­renz für einen Sechst­kläss­ler. Uns blieb nicht mehr wirk­lich eine Wahl, aber trotz eines am Ende eher mil­den Beschlus­ses emp­fin­de ich es immer frus­trie­rend, an die­sen Punkt zu gelan­gen. Die eigent­li­chen Bau­stel­len im Leben des armen Kerls kön­nen wir so (und wohl auch anders) nicht lösen.

Am Abend fand die letz­te Schul­vor­stands­sit­zung des Schul­jah­res statt. Grö­ße­re The­men stan­den nicht mehr auf der Agen­da, aber eini­ge klei­ne­re Beschlüs­se gab es noch zu fas­sen. Für mich zählt die Arbeit in die­sem klei­nen, hoch­kon­zen­trier­ten Gre­mi­um zu den ange­neh­me­ren Ter­mi­nen des Jahres.

Don­ners­tag
Zu Beginn des Arbeits­ta­ges führ­te ich ein Gespräch mit den Eltern einer zukünf­ti­gen Fünft­kläss­le­rin, die eini­ge Beson­der­hei­ten und mög­li­che Her­aus­for­de­run­gen vor­ab bespre­chen woll­ten. Ein eben­so guter wie lei­der viel zu sel­te­ner Aus­tausch, von dem die Toch­ter mit Sicher­heit pro­fi­tie­ren wird.

Im drit­ten Block muss­te noch eine Arbeit geschrie­ben wer­den, aber die kam anschlie­ßend in die Abla­ge für Mon­tag – für die­se Woche reicht’s.

In der fast lee­ren Schu­le fand nach dem Mit­tag dann noch das Vor­stel­lungs­ge­spräch zur neu­en Schul­stel­le mit der Anwär­te­rin statt, das nach drei Vor­stel­lungs­ge­sprächs­fra­gen in eine net­te Plau­de­rei zum Kaf­fee mit anschlie­ßen­der Unter­schrif­ten­samm­lung der Betei­lig­ten überging.

Frei­tag
Fei­er­tag.

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