Die reine LeereTagwerk#Als­Schul­lei­ter­durch­sJahr – KW 15

#Als­Schul­lei­ter­durch­sJahr – KW 15

Mon­tag
Oster­mon­tag. Außer ein paar Noti­zen für mor­gen nicht gearbeitet.

Diens­tag
Letz­ter Feri­en­tag = ers­ter Arbeits­tag. Das ist zwar etwas, wor­an ich bei­zei­ten noch mal arbei­ten könn­te, ande­rer­seits ließ sich in der Feri­en-ruhi­gen Schu­le gut was weg­schaf­fen, und wer weiß, was mor­gen ist.

Mitt­woch
Der Tag begann unschön, wenn auch erwart­bar mit der Krank­mel­dung eines Mit­ar­bei­ters, der zuver­läs­sig in den Feri­en gesund und wäh­rend der Schul­zeit krank ist.
Und dank nur tröp­felnd ein­ge­reich­ter Attes­te gibt’s auch kei­ne Ver­tre­tung, dafür muss ja eine Lang­zeit­er­kran­kung vor­lie­gen. Und alle Krank­mel­dun­gen seit dem Herbst zu addie­ren, gilt anschei­nend nicht.

Bes­ser wur­de der Tag dann beim Jour fixe mit der Schul­so­zi­al­päd­ago­gin, die­ses Mal mit net­te­ren Themen.

Der über­wie­gen­de Rest des Tages bestand aus dem Lesen, Schrei­ben und Wei­ter­lei­ten von E‑Mails. Am Ende blieb ich knapp Sie­ger nach Punk­ten, da es gelang, mehr Mails raus­zu­schi­cken als reinzubekommen.

Don­ners­tag
Den gan­zen Tag immer wie­der gedacht, dass Diens­tag wäre, die­se kur­zen Wochen sind verwirrend.

Am Vor­mit­tag gin­gen wei­te­re Anmel­dun­gen für die neu­en fünf­ten Klas­sen ein, viel ist es aber noch nicht. Muss­te mir in Erin­ne­rung rufen, dass ich mir im letz­ten Jahr auch bis zum Ende der Anmel­de­frist Sor­gen gemacht habe, schluss­end­lich waren es dann doch genug. Wird mir aber viel­leicht jedes Jahr so gehen, immer­hin hän­gen ja auch eini­ge Per­so­nal­ent­schei­dun­gen davon ab.

Mit­ten­drin kam aus der Behör­de die Auf­for­de­rung an alle Schul­lei­tun­gen, die Schul­ord­nun­gen auf mög­li­cher­wei­se unzu­läs­sig ver­bo­te­ne reli­giö­se Kopf­be­de­ckun­gen zu über­prü­fen. Wer kommt denn auf so was?

Am Nach­mit­tag gab es eine Ein­wei­sung in den neu­en Natur­wis­sen­schafts­raum für die Fach­kol­le­gen und mich, da dort jetzt min­des­tens 17 ver­schie­de­ne Knöp­fe in fest­ge­leg­ter Rei­hen­fol­ge zu drü­cken sind, bevor man mit dem Unter­richt begin­nen und einen Ver­such star­ten kann. Drückt man den fal­schen Knopf zur fal­schen Zeit oder auch nur zu früh, erin­nert man sich hof­fent­lich an die heu­ti­ge Ein­wei­sung, um irgend­wie die rote Stö­rungs-Leuch­te wie­der auszukriegen.

Frei­tag
Heu­te gab’s eine unan­ge­kün­dig­te Brand­schutz­übung. Zum Alarm kurz nach dem Läu­ten muss­ten sich eini­ge Kol­le­gen ordent­lich spu­ten, damit sie noch recht­zei­tig in die Klas­se kamen, um die­se dann geord­net zu ver­las­sen. Möge es nie pünkt­lich bren­nen.
Ansons­ten war die Übung aber durch­aus erfolg­reich, ver­lo­ren hät­ten wir im Ernst­fall nie­man­den und alle stan­den an den rich­ti­gen Sammelstellen.

Die anschlie­ßen­de Erle­di­gung des übli­chen Papier­krams auf dem Schreib­tisch war deut­lich langweiliger.

In der Mit­te das Tages folg­te dann ein „Run­der Tisch” zu einem Schü­ler mit Autis­mus, des­sen Fall ein­mal wie­der die Gren­zen schu­li­scher Inklu­si­on zeigte. 

Anschlie­ßend saß ich mit dem Stell­ver­tre­ter, der eigent­lich nur kurz was ganz ande­res von mir woll­te, eine Wei­le zusam­men und sin­nier­te über eine Visi­on von Schu­le und Unter­richt irgend­wo im Spek­trum zwi­schen Wut­öschin­gen und vor­ges­tern. Der kri­ti­sche Blick des Stun­den­pla­ners half wie so oft, lose Gedan­ken zu schär­fen und neue zu ent­wi­ckeln – gut, dass auch für so etwas hin und wie­der Zeit ist!

Der Tag ende­te mit der glück­li­chen E‑Mail einer Kol­le­gin, die Mut­ter gewor­den ist, und einer tra­gi­schen Nach­richt für einen Kol­le­gen inner­halb nur weni­ger Minu­ten danach – ich war froh, mir auf dem Heim­weg auf dem Fahr­rad ein wenig den Kopf durch­pus­ten las­sen zu können.

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