#AlsSchulleiterdurchsJahr – KW 12
Montag
Ruhe im Kalender, Ruhe im Büro.
Am Nachmittag traf sich das Schulleitungsteam mit unserer Fachberaterin für Unterrichtsqualität, um die nächsten Schritte im Schulentwicklungs-Prozess zu besprechen. Unser Pädagogischer Tag ist zwei anstrengende Wochen und vier Ordnungsmaßnahmen-Konferenzen her und der visionäre Geist dieser zwei Tage außerhalb vom Schulalltag muss jetzt in tragfähige Strukturen überführt werden.
Dienstag
In den siebten Klassen waren ein paar freundliche, aber deutliche Ansprachen nötig, damit insbesondere die Mädchen noch bis zu den Ferien ohne weiteres Anschreien und An-den-Haaren-ziehen durchhalten.
Angenehmer war der Besuch im Wahlpflichtkurs „Baukultur“, wo heute zwei Architekten den Schülern zeigten, wie sie Gestaltungs-Räume unseres Außengeländes identifizieren und analysieren können. Ich hoffe, dass wir Ergebnisse dieses Kurse bei der Überplanung des Schulhofes in zwei Jahren praktisch nutzen können.
Nachmittags Bastelei an der Präsentation für die morgige Dienstbesprechung.
Mittwoch
Heute ging’s endlich dem größten Frosch dieses Jahres (zumindest bisher) an den Kragen: Von einer Nachbarschule kam der Experte für Starmoney zu einer Schulung vorbei und hatte eine Menge Tipps für die Sekretärinnen und mich im Gepäck.
Nach der Umstellung der Buchführung Anfang Januar hatten die noch offenen Fragen immer wieder für schlaflose Stunden gesorgt. Im Wortsinn.
Am Nachmittag gab es die letzte Dienstbesprechung vor den Osterferien und die letzte unter diesem Namen. Um Platz für die Arbeit an unseren Gipfelzielen schaffen, gibt es zukünftig nur noch einmal im Monat einen Kollegiums-Austausch.
Überraschend kam unser schulfachlicher Dezernent zu Besuch, um nach fast eineinhalb Jahren meiner Nachfolgerin in der didaktischen Leitung ihre Urkunde zu übergeben.
Am späten Nachmittag saß ich dann noch vor dem Bildschirm, um mir eine Informationsveranstaltung aus dem Kultusministerium zur 1:1‑Ausstattung mit Leihgeräten des Landes anzusehen. Für ein derart großes Projekt kommen die Infos in sehr kleinen Häppchen, aber das ist vermutlich nicht zu vermeiden.
Kleine Randnotiz: Dass die Lehrkräfte das identische (und für ihren Zweck vermutlich zu kleine) Gerät wie die Schüler bekommen werden, basiert anscheinend auf einem Missverständnis zwischen „der gleiche Gerätetyp“ und „das gleiche Modell“. Andererseits: Einem geschenkten Gaul …
Donnerstag
Nachdem eine erzürnte Mutter, die den Impfstatus ihres Kindes auf keinen Fall dem Sekretariat mitteilen, sondern allenfalls und beschränkt auf den Masernschutz der Schulleitung persönlich und ohne dass eine Kopie gemacht wird – ach, was soll‘s …
Jedenfalls gab es danach erneut viel Platz im Kalender, sodass ich den gesamten Tag mit Starmoney verbrachte, um das gestern Gelernte anzuwenden.
Nach etlichen Umlagen, Kategorisierungen und Budgetierungen war der Rückstand seit Januar irgendwann aufgeholt und der Frosch endgültig geschluckt.
Die 10e war zwischen mündlicher Englischprüfung und Osterferien im dritten Block nicht mehr so leicht für Politik zu begeistern. Vielleicht wollte ich aber auch nur zu viel.
Freitag
Der dritte Tag fast ohne Termine und ein Freitag ganz ohne Probleme mit nur einem ausgegebenen Kühlkissen – da kam fast schon Ferienstimmung auf.
Die gewonnene Zeit nutzte ich, um nach dem Ordnen der Buchhaltung jetzt die Digitalisierung der Schulbuch-Ausleihe in Angriff zu nehmen. Selbst schuld.
Als tatsächlich letzte Tat des Tages unterschrieb ich endlich ganz offiziell den Kooperationsvertrag mit der Stiftung Zukunft Wald. Der Termin für das erste Pflanz-Projekt im Schulwald steht auch.
Danach die Türen des komplett leeren Schulgebäudes für die Osterferien abgeschlossen.
