#AlsSchulleiterdurchsJahr – KW 11
Montag
Der Montagmorgen wurde überschattet durch einen schweren Verkehrsunfall am Wochenende, bei dem zwei Ehemalige und ein aktueller Schüler unserer Schule schwer verletzt wurden. Kaum Unterricht möglich in den 10., aber auch viel Redebedarf unter den Lehrkräften der betroffenen Schüler.
Daneben mussten heute einige Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen geführt werden, um die von der Behörde angewiesene Abordnung umzusetzen. Glücklich ist niemand.
Und als Kirsche auf diesem Montag standen am Nachmittag noch zwei Ordnungsmaßnahmen-Konferenzen an, die beide mit einer zeitweiligen Suspendierung endeten.
Dienstag
Wie so oft folgte auf einen hektischen und vollen Tag heute ein ruhigerer.
Es war sogar Zeit, einige Ordner aufzuräumen, das Schulwald-Projekte mit Forstamt und Stiftung weiter anzuschieben und sogar ein paar stille Minuten zu finden, um den angestoßenen Schulentwicklungs-Prozess weiter zu durchdenken.
Auch ein mittendrin gelegenes Absentismus-Gespräch mit einer Mutter und der Klassenleitung ergab sich als rundum erfreulich, zumal ich eigentlich mehr oder weniger schweigend daneben saß. Manchmal wird man auch nur als Schulleiter-Statist gebucht.
Dank Praktika und zweier Tagesfahrten gab es heute weder Unterricht für mich noch Ganztagsangebote, also ging‘s ausnahmsweise schon mittags in die Sonne.
Mittwoch
Von der Klassenstunde in der 10a blieb netto nicht viel übrig: Die eine Hälfte der Klasse war beim Volleyballturnier, die andere musste eine Arbeit nachschreiben, und die dritte hatte den Unfall des Klassenkameraden noch in den Knochen. Man muss auch wissen, wann man verloren hat.
Der größte Teil ging für die endgültige Entscheidung der Abordnung, die zugehörigen Formulare und weitere Gespräche drauf, nach deren Ende erwartbar alle Betroffenen mit meiner Vorgehensweise unzufrieden waren. Verbucht unter „wirst du gut für bezahlt“.
Am Nachmittag eine weitere Ordnungsmaßnahme. Im Anschluss feiern der betroffene Schüler und seine Kumpels das „Ergebnis“ demonstrativ gegenüber auf der Straße.
Während sie glauben, uns damit zu ärgern, sitzen mein Stellvertreter und ich im Büro und feiern genau das Gleiche.
Donnerstag
Der kleine Unterrichtsbesuch beim Lehramts-Anwärter (Ja, „Lehrkraft im Vorbereitungsdienst“ – Gruß an M.) ließ immer noch nicht erkennen, wie er auf die Idee kommen konnte, Deutsch auf Lehramt zu studieren, so hart das auch klingt.
Danach diverse Telefonate. Weder meine Kernkompetenz noch meine Lieblingsaufgabe.
Der Politikunterricht in der 10e endete zur Freude der Klasse heute überraschen früher. Der IT-Dienstleister musste den Server abschalten, weshalb ab Mittag in der Verwaltung keinerlei Arbeiten am Rechner mehr möglich waren und auch das Telefon still blieb.
Da die Ganztagsangebote heute aber in Küche und Sporthalle stattfanden, gab’s keine Ausrede für einen frühen Feierabend. Dafür sind jetzt weitere Ordner ausgemistet.
Freitag
Auch dieser Vormittag blieb ruhig und – abgesehen von einigen Kollateralschäden der gestrigen IT-Arbeiten – weitgehend ereignislos.
Der Stapel an Papieren in der Wiedervorlagemappe reduzierte sich dank dessen erfreulich. Wenn das so weitergeht, geht mir nächste Woche noch die Arbeit aus. 😀
Anschließend einige Termine für das nächste Schuljahr vorgeplant und mit der Cloudlösung des Landes herumgespielt, um die Arbeit der Fachkonferenzen und deren Material-Pools dorthin zu verlagern.
Pünktlich Feierabend gemacht, um schneller als der angekündigte Regen im Garten zu sein.
