#AlsSchulleiterdurchsJahr – KW 06
Montag
Urlaub. Dafür ein ganztägiges Seminar bei der Tafel. Selbst schuld.
Dienstag
Urlaub, jetzt aber wirklich.
Mittwoch
Heute morgen vergessen, den Autoresponder auszuschalten. Dabei fiel mir wieder die Abwesenheitsnachricht einer für uns zuständigen Sachbearbeiterin der Behörde ein, die sich mit einem lakonischen „Ich bin dann weg!“ in ihre Rente verabschiedete.
Vielleicht nicht besonders professionell, aber immerhin konsequent.
Am Vormittag dann etwas Nettes: Zur diesjährigen Veranstaltung „Stars on Stage” mit Talenten aus allen Jahrgängen mussten die Einladungen verschickt werden.
Danach der monatliche Jour fixe mit unserer Schulsozialpädagogin. Noch haben wir den Überblick, zumindest hat es den Anschein beim gegenseitigen Listenabgleich.
Um 12:00 Uhr das ebenfalls monatliche Treffen mit dem Gebäudemanagement. Auch hier scheint alles im zeitlichen Rahmen, wenn man über die gänzlich aus dem Haushalt gestrichenen Maßnahmen großzügig hinwegsieht.
Wobei „alles im zeitlichen Rahmen” bereits die zum Standard gewordenen Verzögerungen durch fehlende Fachkräfte berücksichtigt. Vor einiger Zeit erzählte mir ein Elektriker-Meister, dass ihm gerade aus allen Altersschichten das Personal abhandenkommt und sich bei der nicht weit entfernten Bundeswehr bewirbt.
Am Nachmittag dann das erste Treffen mit dem neu gegründeten Festausschuss zur Vorplanung der Abschluss- und gefühlt gleich folgenden Einschulungsfeier.
Donnerstag
Dies scheint die Woche der Besprechungen: Gleich um 08:00 Uhr ging es mit den Planungen weiter, dieses Mal stand die Projektwoche im Mai auf dem Programm.
Und wie immer entsteht aus einer kurzen Besprechung ein Nicht-Vergessen-Zettel mit mehreren Folge-Aufgaben …
Danach Papier- und Formularspaß mit einer Krankmeldung und einem BEM-Verfahren für einen Kollegen, der mit voller Stundenzahl an eine andere Schule abgeordnet ist.
Das Prinzip „Stammschule” hat auch seine Grenzen.
Im dritten Block dann die erste Politikstunde in der 10e. Das ist ja das Schöne an unserem Job, dass wir immer neu anfangen und verbessern (klopf auf Holz) können, was im letzten Durchgang mit einer anderen Lerngruppe nicht so gut geklappt hat.
Um 14:00 Uhr heimgefahren und es genossen! Nächste Woche startet der Ganztag, dann gibt es keinen freien Nachmittag mehr.
Feierabend bedeutete aber auch nur Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice.
Freitag
Gleich am frühen Morgen hatte sich das Sekretariat in meinen Kalender geschmuggelt. Wir besprachen die neuen Anmeldeunterlagen und anderes für den anstehenden Tag der offenen Tür.
Es ist manchmal genau so langweilig, wie es klingt: Verwaltungskram am Schreibtisch über den größten Teil des Vormittags.
Weniger langweilig als ärgerlich war die Beschäftigung mit der fortgesetzten Toiletten-Problematik. Zwar geht es immer noch „nur” um Vapen in den Kabinen und Schuhabdrücke auf dem Klodeckeln und ‑Sitzen, aber das reicht mir schon. Am Ende läuft es wohl auf zusätzliche Aufsichten hinaus, bis man die Verursacher am Schlafittchen kriegt und nach den entsprechenden Klassenkonferenzen wieder für eine (immer kürzere) Weile Ruhe hat.
Zwischendurch mit einem Kollegen einen Abstecher zum MGH gemacht, um noch ein paar Fragen zur gemeinsam angebotenen AG zu klären. Auf die Zusammenarbeit mit dem Kollegen freue ich mich dabei mindestens genauso wie auf die mit dem MGH.
Über Mittag dann mit der IT-Beauftragten fleißig Schulbuch-Lizenzen zum zweiten Halbjahr verteilt. Meine Freude auf das bald neue Verfahren wuchs im gleichen Maße wie mein Kopfschmerz.
Danach reichte die Energie nur noch, einen Haufen übriggebliebener To-dos auf Montag zu verschieben. Im Wissen, sie dort auch nicht zu schaffen.
Zum Schluss kam dann noch der zuständige Forstamtsleiter, der mit mir das geplante Projekt „Schulwald“ besprechen wollte. Ein netter Wochen-Abschluss!
