Allgemein,  Klassenleitung

Vorfreude

Wie es aussieht, darf ich im kommenden Schuljahr zusammen mit einer wunderbaren Kollegin eine 5. Klasse übernehmen.

Bin tatsächlich ein wenig aufgeregt, bisher hatte ich nur höhere Klassen als Klassenlehrer, und auch als Fachlehrer habe ich vorwiegend mit Abschlussklassen Erfahrung.

Ich weiß wirklich nicht, ob ich mit den “Kleinen” so gut kann, mindestens die Hälfte der Scherze, die ich momentan im Unterricht mache, muss ich mir dann wohl verkneifen. (Hier daheim würde jemand sagen, dass das auch kein Verlust wäre.)

Andererseits sehe ich die jetzigen Fünft- und Sechstklässler und ihre Neugierde, während die Zehntklässler entweder schon zu abgeklärt oder im System Schule festgefahren sind.
Ich hoffe sehr darauf, endlich einige meiner Vorstellungen und Ideen vom Lernen von Beginn an umsetzen und vielleicht am Ende die Früchte ernten zu dürfen. Gleichzeitig gibt es dann am Ende auch keine Entschuldigungen mehr – haben sie bis Klasse 10 nicht gelernt zu lernen, werden Ideen oder Umsetzung nicht gegriffen haben.

Ein wenig Arbeit werden die “neuen” Fächer machen, meine bisherigen und auch studierten Unterrichtsfächer neben Deutsch beginnen erst ab Klasse 7 aufwärts, es werden also andere Fächer dazukommen müssen, um genug Stunden in der eigenen Klasse erteilen zu können.
Ich spiele gerade ernsthaft mit dem Gedanken, den damals im Studium zusätzlich gemachten “Maschinenschein” zu zücken und mich an das Fach “Gestaltendes Werken” zu wagen. Anderseits wäre auch Erdkunde eine gute Grundlage für den späteren Politikunterricht …

Eine weitere Herausforderung wird mir bewusst, wenn ich die bisherigen Zeilen lese: Da heißt es immer “ich”, aber es wird ein “wir” sein.
Und auch das empfinde ich als unglaublich spannend.
Ich werde mich darin üben müssen, nicht alles auf meine Art machen zu wollen, sondern der Teampartnerin neben mir mindestens ebenso viel Raum zu geben und Dinge gemeinsam zu entwickeln.
Aber ich sehe auch, dass wir eine ähnliche Herangehensweise und – noch wichtiger – übereinstimmende Vorstellungen von der Arbeit mit den Schülern und ihren Eltern haben.

Also: Vorfreude!

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