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Tagebuch – Kalenderwoche 18

Am Montag nach langer Zeit mal wieder Jahrgangsteam-Sitzung. Die pädagogische (manchmal auch nur organisatorische) Arbeit in der kleinen Gruppe ist enorm befriedigend. Obwohl es auch hier natürlich Differenzen und unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen gibt, ziehen doch alle an einem Strang und wollen das Beste für den gesamten Jahrgang.
Ich bin auch nach Jahren noch froh über die Einführung der Jahrgangs-Teams, die Herausforderung besteht aber weiterhin darin, sie durch Bündelung möglichst vieler Fächer klein und effektiv zu halten, ohne Kolleginnen und Kollegen durch ein Übermaß an fachfremden Unterricht zu überlasten.

Montagnachmittag war dann zum zweiten – und hoffentlich letzten – Mal die Sichtung der dezentralen Abschlussarbeiten dran.
Für den Fall Corona-bedingten längerfristigen Unterrichtsausfalls oder Distanzunterrichts dürfen auch in diesem Jahr die Arbeiten notfalls verändert werden, sofern inhaltlicher Anspruch und Vergleichbarbeit gesichert bleiben.
Da es derartigen Ausfall bei uns nicht gab, haben glücklicherweise alle Fachkonferenzleitungen übereinstimmend von Änderungen Abstand genommen; aus meiner Sicht wurde ohnehin durch Anpassung der Kerncurricula im Vorfeld genug herausgenommen.
Darüber, ob dahinter wirklich immer nur Wohltaten für Corona-geplagte Schülerinnen und Schüler stecken, oder ob doch bloß die Abschluss-Statistik des Bundeslandes den Vergleich mit anderen bestehen soll, kann ich nur Vermutungen anstellen …

Dienstag kam dann die erste der aus den letzten Jahren schon bekannten E-Mails aus dem Kultusministerium mit dem Hinweis auf Korrekturen in den Prüfungs-Aufgaben.
Das Verfahren erinnert langsam an die Update-Politik einiger Software-Produzenten, bei der die Prüfung auf Fehler und Performance einfach an die Endbenutzer ausgelagert wird, was endlose Patches zur Folge hat.

Ein schöner Wochenabschluss war die Tagesfahrt mit zwei sechsten Klassen ins Phaeno Wolfsburg.
Nicht jede und jeder (gefühlt deutlich weniger als noch vor einigen Jahren) kann mit den veränderten Bedingungen auf einem solchen Ausflug umgehen, aber ich lerne, mich einfach mehr an denen zu erfreuen, die solche Tage mit Neugier und Offenheit für sich nutzen. Und für Schülerinnen und Schüler mit offenen Augen und Köpfen ist das Phaeno auf jeden Fall eine Reise wert!

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