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Tagebuch – Kalenderwoche 17

Montag und Dienstag Elternsprechtag. Halbstündige Termine jeweils von 14 Uhr bis 19 Uhr, danach genügte es dann aber auch. An solchen Abenden hat die Familie nicht mehr viel Freude an mir.
Interessante Beobachtung: Alle Eltern kamen mit Maske, obwohl offiziell nicht mehr verlangt, die Schülerinnen und Schüler wie auch vormittags. Nur eine Mutter kam ohne Maske, was für mich vollkommen okay gewesen wäre, musste aber unbedingt kommentieren, dass ich eine trage. Ich könne die Maske ruhig absetzen, sie habe schon Corona gehabt, das sei nicht schlimm und sie würde sich nicht noch einmal anstecken. Ja, das war auch meine einzige Sorge.

Am Mittwoch dann ein bisschen mololdigital, habe aber nicht bis zum Ende bleiben können. So toll ich das Angebot einer solchen Veranstaltung als Online-Format auch finde, bin Ich doch einfach kein Typ für virtuelle Räume und Videokonferenzen. Mir fehlt das geschäftige Umherwandern, das Sich-treiben-lassen und Über-Bekannte-stolpern einer Präsenzveranstaltung. Und nicht zu vergessen der Duft der Mittagspause.

Samstag war dann noch Schnuppertag für Grundschüler und hoffentlich neue Fünftklässler. Da war es schon etwas schwieriger, vom Frühstückstisch loszukommen, war dann aber trotzdem schön.
Zu solchen Veranstaltungen kommen ja meist auch nur die sowieso schon interessierten und vom Konzept eh überzeugten Eltern.
Spannend finde ich an solchen Tagen Schulführungen mit Eltern, die als ehemalige Schüler ihre alte Schule an vielen Ecken wiederentdecken . Und wenn sich durch Brandschutzsanierungen oder den digitalen Ausbau noch so viel verändert hat, der Fußboden im Bioraum oder das olle Mauerwerk im letzten Treppenhaus scheinen schon Äonen überdauert zu haben.

Und sonst so?
Bin nach langer Pause wieder bei Twitter gelandet und alles ist noch genauso wie vor drei oder vier Jahren, einiges noch schlimmer.
Im berühmten „Twitterlehrerzimmer” werden noch immer die alten Fehden ausgetragen, lustigerweise oft sogar zwischen den gleichen Personen, die das wohl zu ihrem Glück brauchen wie ein hassliebendes altes Ehepaar.
Aber, ach: Ich habe in dieser Woche schon wieder drei tolle Anregungen und eine lang gesuchte Dateivorlage dort gefunden, und auch über die mobile.schule digital wäre ich außerhalb von Twitter wohl nicht gestolpert.
Ich werde also noch ein Weilchen bleiben, bis entweder sowieso alle bei Mastodon sind oder es mir erneut zu blöd wird.

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