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Pendlergruß

Zu meinem früheren Beruf und meiner Ausbildungsschule bin ich mit der Bahn gependelt, und mit der Zeit ergaben sich allmorgendlich zur gleichen Zeit kleine Pendler-Bekanntschaften. Ein kurzes Winken am Bahnsteig, ein „Moin!“ beim Zusteigen der Bürogemeinschaft oder ein kurzes Nicken beim Aussteigen.

Die letzten Jahre bin ich eine viel zu kurze Strecke immer mit dem Auto gefahren, immer schön warm und trocken und mit dem Radio als Begleitung.

Seit Februar fahre ich nach langem und zähem Kampf gegen den inneren Schweinehund mit dem Rad zur Schule, zumindest fast konsequent.
Und da sind sie wieder, die kurzen morgendlichen Begegnungen an den immer gleichen Stellen zur immer gleichen Zeit.
Und selbst der kurze Moment, in dem wir uns auf dem Radweg entgegenkommend begegnen, reicht bei einigen für ein freundliches Lächeln, ein kurzes Nicken oder ein fröhliches „Moin!“

Ich mag das.

6 Gedanken zu „Pendlergruß“

  1. Uh, das klingt toll. Und du hast mir die Strecke ja ein bisschen gezeigt. Das fehlt mir selbst aktuell wirklich selbst sehr.
    Als ich gependelt bin, kam ich ja nach der Hälfte immer vom Land in die Stadt. Habe damals gemerkt, dass ich die zehn Kilometer im Wald jeden grüßen konnte und es kam es zurück – ab dem Ortsschild Nürnberg änderte sich das immer drastisch.

    Bin neidisch, soll das alles heißen.

    1. Und dabei hast du mich ja überhaupt erst auf ein E-Bike und damit das Pendeln gebracht.
      In zwei Wochen verschwindet sogar das zweite Auto, dann habe ich keine Wahl mehr.

      1. Wow – klingt cool – ohm, also kein Auto mehr?
        Ich werde in absehbarer Zeit umziehen, dann werde ich weiter pendeln müssen. Entweder Auto oder Bahn. Aber dort wird sehr viel Gegend um mich sein, muss ich mich umstellen. Wieder mal. Muss dann aber wohl auch ein zweites Ebike anschaffen 😉

        1. Naja, fast. Die Frau braucht für ihre Arbeitswege weiterhin ein Auto, also gibt es für Unwetter notfalls ein Backup.
          Du verlässt den Gostenhof? So viel St. Pauli/Schanze findest du doch in ganz Bayern nicht wieder, oder? 🙂
          Aber “viel Gegend” ist natürlich schön und nach meinem Empfinden gut für einen freien Kopf nach der Schule.

  2. Nach sechs Jahren habe ich endlich auch mal das Pendeln in die Arbeit für mich entdeckt. Schade eigentlich, denn mein Schulweg ist eigentlich wirklich schön. Viel Grünfläche, viel ruhiger Park und am Ende ein bisschen Stadt. Hätte ich eigentlich viel früher machen sollen. Aber das Gewohnheitstier fährt halt lieber U-Bahn😁

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