05.11.2021 – Noch’n Tag und Ende

Habe ich gestern noch über die Donnerstags-Vertretung gejammert, ist der Freitag dafür mein Lieblingstag: Keinen eigenen Unterricht und nur im zweiten Block doppelt gesteckt mit der Anwärterin.
Wenn ich mich dann ein bisschen ranhalte, ist am frühen Nachmittag der Schreibtisch leer. Abgesehen von den Papieren, die ich Tag für Tag in der Wiedervorlage-Mappe weiterrücken lasse. Könnte sie eigentlich gleich einen Monat vorstecken in der Hoffnung, sie haben sich bis dahin erledigt.
„Eat the frog“, ich weiß. Aber manche Kröte ist am frühen Morgen noch ungenießbar und später dann, naja …

Zwischendurch mit einer Kollegin geplaudert, die erst jüngst in den Beruf eingestiegen ist. Ich habe versucht, ihr zu beschreiben, wie eigentlich Schule in „normal“ aussieht und festgestellt, dass ich mich auch schon kaum mehr erinnern kann.
Ich frage mich, was es mit all den Anwärtern und Berufseinsteigern dieser Zeit macht, wenn das Arbeitsleben damit beginnt, dass man sich nach den Ferien schon auf die nächsten freut.

Ich glaube, im Auto ist ein Marder eingezogen. Ob der arme Kerl weiß, was ihm blüht, wenn er im Hybrid das falsche Kabel anknabbert?

Tagebuchbloggen ist nicht meins. Und damit dieser Tag auch der letzte meines kleinen Experiments.
Vielleicht kommen mal wieder einzelne Tage oder Wochen, von denen ich berichten kann und mag, aber jeden Abend ist’s mir zu stressig. Und die wirklich interessanten Erlebnisse dürfen, sollen, wollen nicht ins Internet.

In diesem Sinne: ein schönes Wochenende!

fin

2 Gedanken zu „05.11.2021 – Noch’n Tag und Ende“

  1. Schade. Kein Tagebuch mehr. Aber ich kanns auch verstehen.
    Eine Struktur hat mir geholfen (der immer gleiche Aufbau meiner aktuellen Artikel) oder eine Leitlinie (5 Minuten Schulleitung), vor allem Begrenzung: kein Posting mehr als 1000 Zeichen.
    Am meisten hilft mir: Auch mal einen Tag nix zu schreiben (fiel mir schwer, der blöde eigene Anspruch eben) – ich denke mir dann: Verdammt, das ist mein Blog, ich kann machen, was ich will.

    1. Ja, bin auch hin- und hergerissen. Aber täglich ist wirklich nix für mich.
      Vielleicht wieder in loser Folge oder an den Wochenenden.
      Es spült ja doch ein wenig den Kopf frei …

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