03.11.2021 – Schulfotograf und angenehmer Unterricht

Heute war der Schulfotograf da und tatsächlich waren alle ein wenig aufgeregt und mussten noch mal am Spiegel vorbei. Ich finde ja, Fotograf kommt kurz nach Zahnarzt; jedenfalls fühle ich mich bei beiden auf dem Stuhl unwohl und würde den Mund lieber zu lassen. Aber mit viel „Spaghetti“, „Cheeeese“ und „Erdbeermarmelade“ ging es dann doch ganz gut.

Der Unterricht macht gerade richtig Spaß und ist ganz anders als vor den Herbstferien. Liegt vielleicht ein bisschen an meiner momentanen „nimm’s-nicht-zu-ernst-Haltung“, aber gerade herrscht Arbeitsruhe, wo Ruhe nötig ist, und reger Austausch, wo Diskussionen nötig sind.
Und endlich, endlich sind auch alle Materialien nicht nur irgendwo vorhanden, sondern rechtzeitig auf dem Tisch.
Kann von mir aus so weiter gehen.

Bei der Arbeit mit den iPad-Koffern mal wieder gemerkt, was für eine Notlösung diese Dinger doch sind. Um wirklich Unterricht umzustellen, führt an einer 1:1-Ausstattung kein Weg vorbei. Eine Einheit mühsam digital umzuarbeiten, nur um dann schon in der dritten Stunde die verd*** iPads nicht buchen zu können und doch wieder Papier zu kopieren, kann’s doch nicht sein.
Am meisten fehlen mir dauerhaft verfügbare Geräte in der Arbeit mit den Förderschülern. Hier wäre mit kurzen Audios und Videos so leicht eine Differenzierung möglich, da arbeite ich dreimal so lange an entsprechenden analogen Arbeitsblättern, die dann immer noch zu textlastig sind.

Aber meckern gilt nicht, immerhin gibt es flächendeckend WLAN und bald iPad und Beamer in jedem Raum. Da sind andere Schulen im Landkreis noch neidisch.

Nachmittags dann der wöchentliche Einkauf mit Mutter. By the way: Wenn vor Ihnen an der Kasse jemand, der erkennbar über 80 ist, etwas mehr Zeit braucht, um die von der Kassiererin nach dem Scannen aufgehäuften Einzelteile in den Wagen zu packen, und anschließend vielleicht auch noch etwas länger braucht, um die EC-Karte aus dem Portemonnaie zu fummeln und dann ordentlich wieder hineinzustecken, hilft es nicht unbedingt, von hinten mit dem Wagen anzuschieben.
Hoffentlich wird die Welt wieder etwas langsamer, bis ich 80 bin.

Den Rest des Nachmittags dann damit verbracht, ein neues kleines Projekt in der Schule auf die Beine zu stellen und an der Einladung dafür zu feilen.
Ich bin zwar gerade hinsichtlich der letzten Großprojekte etwas ernüchtert, die meisten sind nämlich gescheitert, aber vielleicht klappt es mit kleineren, ganz praktischen Ansätzen ja besser.

Nun ist es zu dunkel für ein Foto, daher das heutige Tagebuch-Bild direkt aus dem Hier und Jetzt:

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